GemPSI  Gemeinschaft Papiersackindustrie e.V.

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PRESSEINFORMATION

Papiersackindustrie sorgt sich um Kosten

Die Kunden der Papiersackindustrie müssen sich auf weitere Preiserhöhungen für Papiersäcke einstellen. Anfang Juni 2010 verteuerte sich der Rohstoff „Kraftsackpapier“, aus dem Papiersäcke hergestellt werden, zum dritten Mal in diesem Jahr. Damit sind die Rohstoffpreise im 1. Halbjahr 2010 um rd. +30% gestiegen. Die wichtigsten Ursachen hierfür sind die jetzt beendeten Streiks in Skandinavien, deren Lieferausfälle nicht kompensiert werden können, erdbebenbedingte Ausfälle bei der Zellstoffproduktion in Chile sowie die gestiegene Nachfrage. Die Verknappung treibt nicht nur die Kosten in die Höhe, sondern führt auch zu Lieferengpässen bei Kraftsackpapieren. Abnehmer von Papiersäcken müssen daher mit längeren Lieferzeiten rechnen. Wann sich die schwierige Marktsituation entspannt, lässt sich derzeit nicht abschätzen.

Die Papiersackindustrie hat seit Anfang 2010 von der anziehenden Konjunktur profitiert. Der Absatz ist über alle Bereiche gestiegen. Auch die im letzten Jahr schwache Nachfrage aus dem Chemiebereich hat sich wieder erholt. Für die Sommermonate wird mit einer weiterhin guten Auslastung gerechnet.

Nach dem Tarifabschluss in der Papierverarbeitung werden zum 1. November 2010 die Löhne und Gehälter in der Papiersackindustrie um +1,5% steigen; zum 1. Mai 2011 findet eine weitere Erhöhung um +1,5% und am 1. März 2012 um +1,3% statt. Damit sind weitere Kostensteigerungen für die Branche vorprogrammiert.

Frankfurt (Main), 7. Juni 2010