GemPSI - Gemeinschaft Papiersackindustrie e.V.

Produktion

Wurden Papiersäcke zu Beginn ihrer Entwicklung noch per Hand gefertigt, verläuft die Produktion inzwischen vollautomatisch – von der Papierrolle bis zur fertigen Transporteinheit. Der entscheidende Entwicklungsschritt gelang durch die Verknüpfung der Schlauchmaschine mit dem Bodenleger. Bis dahin musste die Übergabe der noch offenen Säcke an den Bodenleger per Hand erfolgen.

Papiersäcke werden bereits bedruckt, bevor sie den ersten Arbeitsgang (Durchlauf der Schlauchmaschine) erreicht haben: Der Druck erfolgt direkt, nachdem das Papier die Rolle verlassen hat, im sogenannten Flexo-Vorsatz-Druckwerk. So ist es möglich, den Sack auf der Vorder- und Rückseite, den Seiten und am Boden zu bedrucken. Die dabei verwendeten wasserbasierten Farben sind umweltverträglich. Zusätzlich kann eine rutschfeste Oberflächenbeschichtung aufgebracht werden.

Praktisch: Über aufgedruckte QR-Codes lassen sich per Handy-Klick verbraucherfreundlich Firmenwebsites, Video-Anleitungen und Produkt-Nachverfolgungen verknüpfen.

Durchlauf der Schlauchmaschine und Zuschnitt
Moderne Universal-Schlauchmaschinen können diverse Arten von Schläuchen herstellen, die sich in der Art des Zuschnitts unterscheiden:

- Geradschnitt-Schläuche
- Staffelschnitt-Schläuche

Schlauchmaschinen können über Bänderabreißsysteme und eine computergestützte Steuerung verfügen. So sind schnelle und präzise Formatwechsel durchführbar, die bei voller Flexibilität jederzeit reproduziert werden können. Schnellverschlüsse und Anschläge ermöglichen kurze Rüstzeiten und verkürzen so den Maschinen-Stillstand. Dies ist besonders bei kleineren Aufträgen mit unterschiedlichen Formaten relevant. Nach dem Zuschnitt werden die noch offenen Säcke automatisiert auf der Schlauchpaketablage gestapelt.

Bodenleger mit digitalem Leimauftragssystem. Quelle: Windmöller & Hölscher

Weiterleitung an den Bodenleger via Transferstraßen
Rückblick: Das manuelle Stapeln der Schläuche, die Weiterleitung (via Gabelstapler oder Hubwagen) an und das Einlegen in den Bodenleger war früher mit hohem Zeit- und Arbeitsaufwand verbunden. Heutzutage gelangen die Schlauchpakete über Transportbänder direkt an den Bodenleger. In Kombination mit Dreh- und Wendestationen, vertikalen Transportmöglichkeiten und Schlauchpaketeinlegern für den Rotationsanleger (alternativ an die Nähmaschine oder an die Falzboden-Sackmaschine mit Anleger) kann die Produktion der Papiersäcke vollautomatisch von der Papierrolle bis zum fertigen Sack erfolgen.
Nach dem Durchlaufen des Bodenlegers passieren die Papiersäcke eine elektromechanische Kontroll-, Sortier- und Zähleinheit bevor sie von einem Palettierroboter auf handelsübliche Paletten versandfertig gestapelt werden – selbst der Wechsel der Palette erfolgt computergesteuert. Eine weitere Transportmöglichkeit ist die Sackrolle. Dabei werden die fertigen Säcke entweder direkt vom Bodenleger aus oder von der Palette auf eine Stahlhülse aufgerollt. Dieses Verfahren wird besonders bei späterer Befüllung an Maschinen mit automatischen Sackaufstecksystemen (z. B. bei Zement) eingesetzt.

 
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